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Sonntag, 10. Juni 2012

Wochenrückblick #23

Im Schrebergarten
Wir haben Freunde in Düsseldorf besucht, die seit 20 Jahren einen Schrebergarten besitzen. Vor vier Jahren haben sie sich ein Einfamilienhaus gekauft, und weil das Grundstück sehr klein ist, haben sie ihren Schrebergarten behalten. Das Wetter war sonnig und angenehm warm, so dass wir im Schrebergarten gegrillt haben und es uns den ganzen Nachmittag gemütlich gemacht haben. Der Schrebergarten war wie eine Oase mitten in der Großstadt. Unser kleines Mädchen konnte nach Herzenslust auf dem Rasen spielen. Einen kleinen Teich hatten sie angelegt. Große, wuchernde Rhododendron-Büsche waren bereits verblüht. Farbakzente setzten rosaner Fingerhut, rote Lupinen und blauer Rittersporn. Besonders gefreut habe ich mich, dass ich die Blume auf dem Logo von Jo's Garten entdeckt habe: die blaue Garten-Kornblume.



Radtour mit dem Trekking-Rad
Eigentlich hatte ich eine weniger ambitionierte Radtour in größerem Kreis geplant. Doch von den sechs Personen, die ursprünglich Interesse bekundet hatten, war nur einer übrig geblieben. Aber weder die geringe Personenzahl, noch das überwiegend regnerische Wetter konnten uns diese Tour vermiesen. Am Kölner Hauptbahnhof hatten sich ein früherer Arbeitskollege und ich getroffen, mit normalen Tourenrädern sind wir über Brühl nach Erftstadt gefahren, an unserem Zielort Bonn hatten wir insgesamt 60 km zurückgelegt. Über die komplette Strecke ging es entweder über separate Radwege oder über Wirtschaftswege mitten durchs Feld oder durch den Wald. Höhepunkte der Tour waren das Wasserschloß in Erftstadt-Liblar sowie der große, ausladende Marktplatz in Erftstadt-Lechenich, wo wir in einer Pizzeria zu Mittag gegessen haben. Wenn man von dem zeitweisen Regen absieht, war es eine tolle Tour, die landschaftlich schön war und die wir in einem nicht zu hohen Fahrtempo genossen haben.



Im Regen
Letzten Montag musste ich pünktlich um 18 Uhr zu Hause sein, weil ich unser kleines Mädchen vom Klavierunterricht abholen musste. Wie üblich, fuhr ich mit dem Fahrrad von der Arbeit nach Hause. Da im ARD-Morgenmagazin Regen vorhergesagt wurde, hatte ich den Regen-Poncho mitgenommen. Etwa 5 km, bevor ich zu Hause ankam, war es soweit. Aus meteorologischer Sicht war es eine klassische, scharf ausgeprägte Kaltfront. Dicke Wolkenpakete waren bereits über mich hinweggezogen, und mit einem Mal begann es zu schütten. Ich zog den Regen-Poncho an, eine Weile wartete ich ab, doch ich musste nach Hause, um unser kleines Mädchen abzuholen. Es stürmte, der Regen klatschte auf die Straße. Der Regen-Poncho half da wenig. Von unten wirbelte der Wind den Regenschutz auf, und ich kam mir vor, als könnte ich jeden Moment wegfliegen. Beine, Knie und Oberschenkel frei, klatschte der Regen genau auf diejenigen Stellen meines Körpers, die ich eigentlich schützen wollte. Bis zu Hause hielt ich durch und kam triefend naß an. Bis auf die Haut durchnäßt, war dies eine Sauerei. Erst einmal musste ich mich umziehen.

Haustier
Bevor wir in unser jetziges Haus umgezogen sind, hatten wir eine Katze, die uns allerdings weggelaufen ist. Daher gibt es bei uns immer wieder mal Diskussionen, dass wir gerne eine Katze hätten. Diese sollte möglichst jung und neugeboren sein, da wir damals ein neugeborenes Katzen-Baby aus der Nachbarschaft bekommen hatten und dies sehr schön fanden. Bereits vor zwei Jahren hätten wir in unserer Nachbarschaft ein Katzen-Baby ungefähr um diese Jahrezeit bekommen können. Das Problem war allerdings, dass wir in den ersten 6 Wochen die Katze in unserem Haus halten wollten und erst danach nach draußen in unseren Garten ins Freie lassen wollten. Wir haben einen Wintergarten, der sich insbesondere im Sommer irre aufheizt, so dass wir um diese Jahreszeit nicht sämtliche Türen für eine Dauer von 6 Wochen verschlossen halten können. Kürzlich hat uns eine Freundin meiner Frau wieder ein Katzen-Baby angeboten. Dies mussten wir wegen der sommerlichen Jahreszeit erneut ablehnen. Wir hoffen aber, dass irgendwann die richtige Jahreszeit kommt, dass uns ein Katzen-Baby angeboten wird und dass wir dieses auch annehmen können ....

Wirtschaftswoche
Einmal monatlich lese ich die Wirtschaftswoche, weil die wirtschaftliche Sichtweise des öfteren in einen wahren Kern bei den Alltagsthemen hineinführt.
(1)
So wie in den übrigen Massenmedien, wurden in einer Sonder-Beilage Beiträge über die Fußball-Europameisterschaft geschrieben. Dabei ging es um Geldflüsse (Deutsche Fußball-Liga, Senderechte, Vereine, Sponsoren, Werbung, usw.), um Spielergehälter und dass viele Spielerprofis für die Zeit nach ihrer Profikarriere nicht vorgesorgt haben. So ging zuletzt der Ex-Bundesliga-Profi Ailton (Werder Bremen, FC Schalke 04) ins Dschungel-Camp, um seine desolate finanzielle Situation aufzubessern. Viele Bundesligaspieler leben im Luxus und verbrauchen ihr horrendes Einkommen während ihrer Spielerkarriere und haben für die Zeit danach keine finanziellen Reserven aufgebaut. Das stärkste Nachdenken hat bei mir ein Beitrag über Fußballspiele unter Flutlicht erzeugt (was in den Wintermonaten durchaus keine Seltenheit ist): so verbraucht die Flutlichtbeleuchtung beispielsweise im Stadion von Borussia Dortmund während eines einzigen Bundesligaspiels so viel Strom wie ein Einfamilienhaus über ein ganzes Jahr verbraucht.
(2)
All die ARD-Markenchecks, die auch Themen in meinen Blogs sind, erzielen durchaus eine Wirkung (in meinem Blog "Ethik und Konsum" hatte ich dies eher in Frage gestellt). Und zwar wurde nachgewiesen, dass dies über das Markenimage geschieht. Laut Kundenbefragungen machen etwa 15% des Markenimages die Themen Nachhaltigkeit, Ethik und Arbeitsbedingungen aus. Und das Markenimage - also: ob der Kunde eher positives oder negatives mit der Marke assoziiert - wirkt sich direkt auf den Umsatz aus. So war Mac Donald's aktiv in die Kommunikation gegangen, dass artgerechtes Fleisch aus regionaler Produktion verwendet wird. Der ARD-Markencheck deckte aber auf, dass dies nicht stimmte: so ließen die Verträge der Lieferanten von Hühnerfleisch eine artgerechte Haltung nicht zu, ebenso gab es bei Mc Donald's nehazu keine Qualitätskontrollen, ob das Fleisch aus artgerechter Tierhaltung stammte bzw. aus regionaler Produktion. Für Mc Donald's wurde dieser Fehler in der Kommunikation zum Debakel, weil zum einen das Markenimage ramponiert war und zum anderen nach Ausstrahlung der Sendung die Umsätze zurückgingen. Zude dürfte es Mc Donald's auf absehbare Zeit schwer fallen, dieses Markenimage wieder aufzubauen, da Mc Donald's in der Kommunikation nunmehr für unglaubwürdig gehalten wird und die Botschaften beim Kunden nur noch schwer ankommen.

Kommentare:

  1. Schrebergärten schaue ich mir gerne an. Vor kurzem habe ich gelesen, dass sie wieder groß im Kommen sind. Es gibt einen echten Kleinfamilienkleingartenboom.

    Dein Wochenrückblick ist wieder interessant zu lesen.
    Lieber Gruß von Heidi-Trollspecht

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  2. Hej Dieter,

    Schrebergärten sind was Tolles. In unserem Städtchen gibt es sie auch. Da unser Garten klein ist, hatten wir überlegt einen zu pachten. Wir stehen auf Warteliste.
    Ich bin übrigens überzeugt, dass in der Zukunft dem Schrebergarten eine nicht unbedeutende Rolle in der Ernährung mit Obst und Gemüse zukommen wird.

    Prima Infos zur Woche

    Beate

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