wer bin ich ? ich heiße Dieter

Montag, 11. Juni 2012

Licht und Konstanz

Ich muss mich korrgieren. Bis in den März hinein habe ich Blogs geschrieben, dass sich die dunkle Jahreszeit dem Ende zuneigt und dass im Frühling meine Stimmung einen Höhepunkt erreicht, weil das Farbenspiel so bunt ist. Und dass es keine schönere Jahreszeit gibt, weil die komplette Natur wieder zu neuem Leben erweckt wird. Ungefähr im 14-Tages-Rhythmus habe ich meine Stimmungen – allesamt in den buntesten Farben – dokumentiert. Dass ich mit voller Pulle in den Frühling hinein gestartet bin.

Offen habe ich gelassen, wie es nach dem Frühling weiter geht. Voller Ungewissheit steckte ich, wie sich meine Stimmungen entwickeln, wenn der Frühling Fuß gefasst hat. Würde diese beschwingende Stimmung abreißen, wenn sich die Natur in all den Grüntönen ausgebreitet hat: all die grünen Weidenarten, hochschießendes Gras, stachelige Brennesseln, Rasen in den Vorgärten, Pappelreihen, Baumalleen, Strauchwerk, Hängegewächse. Ich habe festgestellt: Grün vermittelt eine positive Grundstimmung, Grün belebt; es ist schön, in jedem Winkel der Natur auf all die Facetten von Grüntönen zu stoßen.

Ich muss mich korrigieren. Meine Stimmungen halten das hohe Niveau. Nachdem der Frühling in die Gänge gekommen ist, bin ich sogar stolz darauf, seit rund zwei Monaten nichts mehr über meine wechselnden Tagesstimmungen in der Natur geschrieben zu haben. In den letzten Wochen habe ich festgestellt, dass meine Stimmung von mehr als der Natur geprägt wird – das ist Licht und Konstanz.

Mitte Juni – das sind die längsten Tage des Jahres. Licht durchflutet die Tage. Helligkeit von morgens früh bis abends spät. Und die paar Regenschauer, die trübe Wolken übers Land schicken, sind gar nicht schlimm. Das Sonnenlicht kehrt danach wieder, es rieselt vom Himmel, denn der Schauer hat sich im Handumdrehen wieder verzogen. Das Licht spendiert eine Überfülle und begleitet mich treu über die Tage hinweg.

Kreativität und Ideen - ich spüre, wie mich das Licht vorantreibt. Es steht über meinen Stimmungen. Nicht meine Gefühle treiben mich in eine unbestimmte Richtung, sondern ich bin es selbst, der mit meinen Gefühlen Ideen gestaltet und eine Richtung entwickelt.

Tagesschwankungen sind wie das Wetter: der Regen kommt und vergeht, Sonne und Licht finden zu einem festen Punkt zurück. Das Licht ist eine Konstante - so wie als Familie, mit Freunden oder in sozialen Netzwerken, mit denen man verwurzelt ist. Wenn ich unruhig bin, fängt das Licht mich wieder auf. Wenn etwas schief läuft, nehme ich es gelassen hin. Überlegend, abwägend, rational schreite ich vorwärts.

Das einzige, was mich in den nächsten Wochen noch umhauen kann, sind die Hitzewellen. Wenn es drückend und schwül und feucht wird. Wenn der Schweiß von der Stirn rinnt und Abkühlungen nur der Tropfen auf den heißen Stein sind. Aber auch dies haben wir in den vergangenen Jahren mitgemacht und überlebt. Dann muss man sich mit schwierigen Situationen arrangieren.

Licht und Konstanz - ich denke, dass mich fast über das ganze Jahr hinweg das Licht faszinieren wird. Selbst in der dunklen Jahreszeit entfaltet das spärliche Licht seine eigenwilligen Reize. Wenn mich nicht gerade Schicksalsschläge heimsuchen, werde ich mich in meiner Haut, so wie ich bin, wohlfühlen. Wie weggehoben werde ich mich fühlen. Ruhig und konstant.

Kommentare:

  1. Schön geschrieben.Ich brauche den Frühling und den Sommer ,das grün,die blühenden Blumen,die Sonne.Da tanke ich auf,für die langen Wintertage.
    LG
    Nicole

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  2. Hej Dieter,

    Stimmungen sind unsere Körperchemie. Da wir Lichtwesen sind, wird sie vom Licht bestimmt. Stimmt die Chemie nicht,fühlen wir uns nicht gut. Manche müssen dann mit Chemie nachhelfen.
    Wir haben jetzt einen Überschuss an Licht. Man ist länger wach, "aufgedreht" und wird "Nicht" müde.
    Im Winter,- vll sollten wir an die Tiere denken und uns den "Winterschlaf" gönnen. Ein eigener Schlaf-Wachrhythmus im Schwingen mit den Jahreszeiten, statt dem Tag. Die heutige Lebenswelt ist dem Menschen nicht angepasst, der Mensch muss sich anpassen, mit manchmal fatalen Folgen.

    mit lichten Grüßen aus dem Norden
    Beate

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  3. Das Licht, spielt eine wesentliche Rolle für uns Menschen .. aktiver , wacher .. freudiger was zu unternehmen.. man sollte wie die Jahreszeiten sind sich bemühen all das Schöne zu sehen darin!
    Leben mit dem was es uns gibt das Licht und die Nacht, die Jahresuhr!

    Lieben Gruss Elke

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  4. Das klingt doch richtig gut, so, wie du dich selbst jetzt beschreibst, wie es dir stimmungsmäßig geht.
    Licht hat einen großen Einfluss auf unser Befinden, unsere Seele. Wenn es hell ist, geht uns alles leichter von der Hand als an trüben und dunklen Tagen.

    Ich wünsche dir von Herzen, dass die Stimmung so anhält und es dir einfach gut geht. :-)

    LG Christa

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