wer bin ich ? ich heiße Dieter

Dienstag, 5. Juni 2012

Müllverbrennungsanlage


Müll war schon immer dubios, undurchsichtig, skandalträchtig. So schmierte der Müllunternehmer Trienekens in den 90er Jahren Mitglieder des Kölner Rats, um den Bau der Müllverbrennungsanlage in Köln-Niehl durchzusetzen. Damals wurde demonstriert, Bürger und Grüne gingen vor die Barrikaden, verunsichert durch erhöhte Dioxinbelastungen. In den 90er Jahren herrschte Aufbruchstimmung: mit Müll konnte Geld verdient werden, die Filteranlagen wurden aufgerüstet, die Bürger finanzierten dies über ihre Abfallgebühren, Trienekens wurde zum Multimillionär. Bis seine Geschäftspraktiken aufflogen: er und die Mitglieder des Kölner Rats wurden zu Haftstrafen auf Bewährung verurteilt, er musste eine Geldstrafe von 10 Millionen Euro zahlen, außerdem hatte er Steuern hinterzogen.

Dubios und skandalträchtig, diese Grundstimmung herrscht derzeit rund um die Bonner Müllverbrennungsanlage. Diesmal geht um etwas viel einfacheres als Bestechung oder Steuerhinterziehung – nämlich den Anstrich.

Fahrt zur Bonner Müllverbrennungsanlage. Aus einer Sackgasse kommend, biegt sich die Straße platt um das Werksgelände eines Energieanlagenbauers. Dahinter haben ein Eros-Center und die Rotlichtszene Fuß gefasst. Industriebrache: der ins Alter gekommene Schlachthof gegenüber wurde Ende letzten Jahres geschlossen, weil es an Hygiene und Brandschutz haperte. Seitdem gammeln die Gebäude im Barackenstil vor sich hin. Auf dem Gewerbe- und Gründungszentrum, das der Verlassenheit wieder Leben einhauchen soll, wird man neuansässige Firmen vergeblich suchen.

Die Ausmaße der Müllverbrennungsanlage sind gigantisch. Mit dem Rohrsystem, das über die Straße hinweg führt, sich gabelt, sich verzweigt, in Fabrikgebäude führt, in die Höhe kragende Kessel speist, erinnert mich die Anlage an Stahlwerke oder an Anlagen der chemischen Industrie.

Eher unspektakulär zeichnet das eigentliche Streitobjekt die Müllverbrennungsanlage. Grün, orange, grau, die Farbkomposition passt augenscheinlich zusammen. Die Abstufungen fallen mir noch auf: helle Streifen wechseln mit dunklen ab, und ich denke an Bekleidung, wo solche Streifenmuster bieder wirken, abgetragen und fernab der aktuellen Modetrends.

Die Müllverbrennungsanlage soll ausgebaut werden, und mit dem Anstrich hat sich ein Farbphilosoph verewigt. Erstaunt hatte ich registriert, dass es so etwas gibt: einen Farbphilosophen. Eigentlich eine merkwürdige Kombination - Müllverbrennungsanlage und Farbphilosophie.

Friedrich Ernst von Garnier, der Farbphilosoph, hat ab den 70er Jahren über siebzig Gebäude in einem ähnlichen Farbstil angestrichen – wie in der Bonner Müllverbrennungsanlage. Von ihm stammen Weisheiten wie „Ohne lebendige Farbigkeit kann sich kein Geist entzünden“ oder „Organische Farbigkeiten sind die natürliche Basis allen farbigen Bauens … dies ist der erste lebendige Weg der Erde zu ihrem ganz realen Farbenbild“. Weltweite Auszeichnungen hat Garnier angesammelt – 1985 in den USA den Product Award oder 1999 den European Steel Design Award.

Wenn die Müllverbrennungsanlage ausgebaut wird, muss die Außenfassade natürlich gestrichen werden. Die Planer und die Stadtwerke möchte die Fassade gerne so anstreichen, wie es ihnen gefällt. Doch Garnier hat etwas dagegen und begründet dies mit dem Urheberrecht: die Gestaltung des Anstrichs ist Werk von Garnier. Der Anstrich des Erweiterungsbaus muss sich anpassen und seine künstlerische Handschrift tragen. Abgestuft in Streifen, sich anlehnend an die Grundfarben Grün, Orange und Grau, gegen anderweitige Farbgestaltungen setzt er sich vehement zur Wehr. Der Auftrag möchte bitte an ihn gehen – wie alle anderen Anstricharbeiten davor.

Damit könnten die Gerichtsinstanzen beschäftigt werden. Ein Philosoph als knallharter Geschäftsmann. Präzedenzfälle gibt es einige – als in den Säulen der Bundeskunsthalle Löcher gebohrt wurden oder das Garten-architektonische Bild der Rheinaue verändert wurde.

Man könnte sich auch außergerichtlich einigen. Im Fall einer Fassadengestaltung an einem Wohngebäude konnte ich im Internet eine Entschädigungszahlung von mehreren Zehntausend Euro recherchieren, um diese abweichend vom Urheberrecht gestalten zu können. Da ich kein Jurist bin, kann ich diesen Fall rechtlich nicht beurteilen. Es könnte aber so kommen: Garnier lässt nicht locker und pocht auf sein Urheberrecht. Die Stadtwerke und Garnier verzichten darauf, ihre Differenzen vor Gericht auszutragen. Der Richter entscheidet: nicht Garnier, sondern jemand anders darf anstreichen. Es ließe sich also auch indirekt mit Müll Geld verdienen, und auch diesmal würde der Bürger dies über seine Abfallgebühren finanzieren.

Ich beneide Garnier. Solch einen Job hätte ich gerne. Er muss darauf verzichten zu arbeiten und erhält dafür mehrere Zehntausend Euro. Wenn ich in seiner Haut stecken würde, diese Zeit würde ich genießen: nichts tun, mich herum lümmeln, die Zeit verstreichen lassen, und dafür abkassieren.

So ungerecht kann die Welt sein !

Montag, 4. Juni 2012

Wochenrückblick #22

Im Fernsehen
Obschon bereits mehrfach gesendet, habe ich letzten Samstag im NDR-Fernsehen das erste Mal „Das Wunder von Bern“ vollständig gesehen. Den Kinofilm von Sönke Wortmann hatte ich sonst nur in Bruchstücken gesehen. Der Film ist ein exzellentes zeitgeschichtliches Dokument, dass Fußball nicht nur Unterhaltung und Massenspektakel ist, sondern auch eine intensive soziale Komponente beinhaltet. So hat mich insbesondere der wiederkehrende Hintergrund des Ruhrgebiets mit dem Kühlturm, den Bergarbeitersiedlungen und des Fußballspielens im Hinterhof beeindruckt. Mit den Arbeitern in Zechen, Kokereien oder Stahlwerken verbunden, ist der Fußball dort ein Stück Bodenständigkeit – in den 50er Jahren noch stärker als heute. Zeitgeschichte: Wortmann schafft es, den Vater-Sohn-Konflikt in das Medium Fußball hinein zu packen: der Vater, ein zurückgekehrter Kriegsgefangener aus Russland, der Sohn, der sein Herz am Fußball verloren hat. Dazwischen brodeln Konflikte auf, weil der Vater überautoritär seine Familie regiert – denn er hat über Jahrzehnte hinweg nichts anderes als Nazi-Parolen und Krieg kennen gelernt – er verprügelt seinen Sohn und akzeptiert nicht seine Fußball-Leidenschaft seines Sohnes. Rührend finde ich den Moment der Einsicht des Vaters – als er dem Weinen nahe ist – und schließlich mit ihm nach Bern fährt. Fasziniert hat mich in dem Film auch die Art des Fußballs im Urzustand – als Nebenjob, ohne Starallüren, ohne Spielergehälter, die jedwede Bodenhaftung verloren haben. Kameradschaft und Spaß standen im Vordergrund. Einfach nur Fußballspielen. Ohne Medienrummel und ohne Reporter, die auf der Lauer gelegen haben und bei jedem Wort oder jeder Geste Schlagzeilen gesucht haben.

Behindertenwohnheim
Im letzten Wochenrückblick hatte ich fleißig über Unzulänglichkeiten bei der Wohnheimbetreuung gemeckert. Es gibt aber auch positives zu berichten. So gibt es durchaus behindertenpädagogische Ansätze, ausgehend von den Fähigkeiten der geistig Behinderten ihre Kreativität zu entwickeln.
(1)  Lehrer, die an Schulen für geistig Behinderte ausgebildet werden, müssen ein Praktikum absolvieren. Ein Lehrer hat als Praktikum mit den Behinderten des Behindertenwohnheims ein Fotoprojekt durchgeführt. Über Wochen hinweg wurde fotografiert und die Fotos wurden in unterschiedlichen Collagen zusammengestellt. Die Ergebnisse sind in einer Ausstellung präsentiert worden.



(2)  Letzten Samstag fand das Sommerfest des Behindertenwohnheims statt. Ein buntes Programm begann gegen 16 Uhr ging bis tief in den Abend hinein. Die Behinderten haben zwei Tänze aufgeführt und gemeinsam mit einem schwarzen Musiker auf Samba-Trommeln Lieder gespielt.




Im Getränkemarkt
In den letzten Wochen habe ich mich mehrfach durch Kunden genervt gefühlt, die den üblichen Leergut-Kreislauf nicht kennen. D.h. sie kaufen keine kompletten Kästen der jeweiligen Getränke, sondern kaufen die Flaschen nur einzeln – der größte Teil davon sind PET-Flaschen. Diese Einzelflaschen sammeln sie in großen Säcken. Die Entsorgung geschieht dann als feierlicher Akt, wenn die ganze Familie mit Kindern – mit Riesensäcken voller PET-Flaschen - einen Ausflug in den Getränkemarkt unternimmt. Jedes Kind beteiligt sich dabei, die Einzelflaschen in den Getränkeautomaten zu werfen, und sie streiten sich sogar, wer als nächster an der Reihe ist. Derweil warten die anderen Kunden … und warten … und warten … bis sich eine Warteschlage bis zur Straße formiert. Der zweite Getränkeautomat, der die Situation entlasten könnte, ist natürlich in solchen Situationen defekt – oder er muss geleert werden, was beim Schneckentempo des Personals eine gefühlte Ewigkeit dauern kann. Natürlich erlebe ich solche Situationen immer genau dann, wenn ich es besonders eilig habe.

Dialog zwischen unserem großen und unserem kleinen Mädchen
Beide essen Kopfsalat aus unserem eigenen Garten, unser kleines Mädchen mit Salatsoße und unser großes Mädchen ohne Salatsoße.
Kleines Mädchen: „Wieso isst du den Salat roh, ohne Salatsoße ?“
Großes Mädchen: „Weil mir die einzelnen Blätter so leckerer schmecken.“
Kleines Mädchen: „Dann bist du eine Schnecke.“

Blogger als Autoren
Leen Huet, die zu meinen Top10-Blogs gehört, ist eine belgische Historikerin, die ein größeres literarische Werk mit mehreren Romanen geschrieben hat, u.a. eine literarische Reise durch Venedig oder wie sie Belgien mit ihren eigenen Augen sieht. Das ist für mich Neuland, dass es Blogger gibt, die Bücher geschrieben haben. Beim Herumstöbern habe ich ebenfalls entdeckt, dass Moena im Internet Erzählungen und Kurzgeschichten veröffentlicht hat. Bei Leen Huet war ich neugierig geworden auf eine Biografie von Rockox, der von 1560-1640 Bürgermeister von Antwerpen war. Dieses Werk hat sie gemeinsam mit dem Co-Autor Jan Grieten geschrieben. Die Biografie hat sie mir nach Hause geschickt und ich bin ganz stolz  auf eine persönliche Widmung auf der zweiten Seite des Buches, weil ich der erste deutsche Leser bin. 




Freitag, 1. Juni 2012

die Liebesbrücke


Liebespaare haben bei uns im Rheinland einen Brauch aus Spanien übernommen, dass sie ihre Liebe mit einem Schloss bezeugen. Sie dekorieren in ein handelsübliches Vorhängeschloss ihre Namen ein, manchmal auch das Datum, an dem sie zusammenkamen, sich das erste Mal küssten oder heirateten. Das Liebesschloss bringen sie auf einer Brücke an und werfen anschließend die Schlüssel in den Rhein als Zeugnis, dass sie für immer zusammenbleiben wollen. Der Brauch stammt ursprünglich aus der spanischen Armee: spanische Soldaten brachten nach dem Wehrdienst ihre Spindschlösser am Kasernentor an – in der Hoffnung, dass sie nie mehr zurückkehren mussten.


 … auf diesem Brückengeländer werden die Schlösser angebracht …


… Schlösser mit dem Liebesbeweis …

Donnerstag, 31. Mai 2012

Ethik und Konsum

In regelmäßigen Zyklen flammt diese Diskussion bei uns zu Hause auf. Diesmal war es Kindersklaverei in der Elfenbeinküste. Kinder wurden als Sklaven gehalten und halfen auf den Kakaoplantagen bei der Ernte. Erbost waren wir alle und wollten keine Schokolade mehr essen und keinen Kakao mehr trinken.

Solche Themen finden sich auch in meinen Blogs wieder. So hatte ich über den ARD-Marken-Check berichtet, in dem Unternehmen wie H&M, Ferrero oder SATURN an den Pranger gestellt wurden. Regelmäßig geht es dort um menschenunwürdige Arbeitsbedingungen und Ausbeutung, insbesondere in der Dritten Welt. Den Fernsehbericht über Kindersklaverei in der Elfenbeinküste hatte ich vor, genauso in meinem Blog zu platzieren. Der Effekt wäre aber so gewesen wie bei unseren Diskussionen zu Hause: Vor Wut hätte ich gekocht. Auf die Firmen, die daran verdienen, hätte ich geschimpft. Danach wäre aber wieder alles verpufft und hätte seinen gewohnten Gang genommen. Bis der nächste Fernsehbericht ausgestrahlt wird und die Wirkung danach wieder verpufft. Wie ein Rad, das sich endlos dreht, aber nicht von der Stelle kommt.

Ethik und Konsum – als Verbraucher kann ich eigentlich Macht ausüben, für welchen Anbieter ich mich bei meinem Kauf entscheide. Bei näherem Hinsehen stelle ich aber fest, dass ich auf ein unentwirrbares Dickicht stoße. Und dass ich eher selten eine Kaufentscheidung nach den Kriterien der Vernunft treffen kann.

Klar: die Öko-Bewegung hat einiges bewirkt – so dachte in der Automobilindustrie in den 70er Jahren noch niemand an Katalysatoren, bleifreies Benzin oder Rußpartikelfilter. In der Textilindustrie gibt es mittlerweile weltweit ca. 100.000 Qualitätszertifikate, mit dessen Hilfe über alle Wertschöpfungsstufen die Umweltfreundlichkeit von Textilfasern bewertet wird. Fairtrade stellt sicher, dass Arbeiter in der Dritten Welt bei der Ernte von Bananen, Kaffee oder Kakao angemessen entlohnt werden – ohne Kinderarbeit. Bei uns im Rhein-Sieg-Kreis gibt es eine Ethik-Bank, die mit ihrem Kapital nur ethisch vertretbare Vorhaben finanziert.

Trotz dieser positiven Beispiele kriege ich als Verbraucher keinen Griff an meine Kaufentscheidungen. Zu viel Zeitaufwand geht drauf, um mir solche Informationen zu beschaffen. Schlimmer noch: die Botschaften stimmen nicht, denn es wimmelt nur so von Widersprüchen. Einerseits sponsert Ferrero Projekttage an Schulen, die gesunde Ernährung und Bewegung in den Vordergrund stellen, andererseits bezieht Ferrero seine Haselnüsse aus der Türkei, wo Kinder bei der Ernte helfen. Der Touristik-Konzern TUI wirbt mit nachhaltigen Hotels in Urlaubsgebieten und vergisst gleichzeitig die Betonwüsten an mediterranen Stränden, die er selbst mit aufgebaut hat. Der Energiekonzern RWE bietet Öko-Strom aus Laufwasserkraftwerken an und war in der Vergangenheit ein vehementer Verfechter von Atomkraftwerken.

Ethik und Konsum – das Dickicht nimmt kein Ende und die Verwirrungstaktik von Meinungsmachern und Konzernen scheint aufzugehen. Nicht mehr als Nischenexistenzen sind die positiven Beispiele, die glaubwürdig klingen und keine Doppelmoral betreiben. So eine Art Subkultur, Auflehnung, Randgruppe, aber keine Massenbewegung. An den Leitbildern großer Konzerne darf ich mich ohnehin nicht orientieren. All diese kleinen Ethik-orientierten Ansätze muss ich wie ein Puzzle zusammensetzen – bis ich zum Schluss merke, dass weit mehr als die Hälfte der Puzzlestücke fehlt. In den kleinen Bewegungen wird fleißig getreten und etwas bewegt, aber in Summe – im Großen – bleibt das Rad auf der Stelle stehen. Die globalisierte Wertschöpfungskette leistet ein übriges, um Ethik und Konsum zu verwässern. Wie die Warenflüsse um den Globus kreisen und welche Teile aus welchen Ländern in welchen Produkten landen, dazu bedarf es genauer Stücklisten, um dies festzustellen. Und diese hat der Verbraucher üblicherweise nicht.

Ethik und Konsum – zum Schluß manövriert sich der Verbraucher selbst ins Abseits. Der Einfluss von Faktoren wie Nachhaltigkeit auf die Kaufentscheidung wird wahrscheinlich überschätzt. Vergesslichkeit kennzeichnet die Masse der Verbraucher, denn man muss denken, um nachhaltig einzukaufen. Eltern aller Einkommensschichten kaufen asiatisches Billigspielzeug. Klamotten-Ketten wachsen, in denen sich Kunden für 30 € komplett einkleiden können. Apple meldet Absatzrekorde für iPhones und iPads, obwohl jeder weiß, dass Arbeiter sie zusammengeschraubt haben, die schuften müssen, bis sie zusammenbrechen. Bei LIDL, ALDI & Co nehmen die Warteschlangen kein Ende, wenn Montag morgens die Schnäppchenjagd eröffnet wird.

Ethik und Konsum – offensichtlich sind dies Welten, die nicht zusammenpassen. Da kann das Fernsehen noch so viele Markenchecks zeigen. Zuletzt war Adidas an der Reihe. Da können noch so viele Unternehmen an den Pranger gestellt werden – wegen Kinderarbeit oder sogar Sklaverei. Wieder erschreckt eine Fieberkurve der Empörung den Fernsehzuschauer. In gewohnter Heftigkeit wird bei uns zu Hause diskutiert – mehr passiert nicht.

Business as usual.

Mittwoch, 30. Mai 2012

mit dem Rennrad über ein Stückchen Westerwald nach Eitorf

Die Temperaturen waren auf Hochtouren gekommen. Obschon kalendarisch noch Frühling herrschte, hatte der Sommer aufgedreht. Die Sonne ergoss ihre Wärme vom Himmel, Schäfchenwölkchen stachen weiße Farbtupfer hinein. Leichter, beschwingter kletterte ich hinter Oberpleis die Steigung hinauf. Das Bilderbuchwetter verlieh meiner Kondition einen zusätzlichen Schub.

Für meine Rennradtour hatte ich diesmal die rechtsrheinische Seite ausgewählt. Fernab von Königswinter, zerrannen weit auseinander liegende Dörfer am Rande des Siebengebirges. Eudenbach, auf der linken Seite des Höhenzuges hatte sich das Hanfbachtal tief in die Talsohle eingegraben. Mehrere Immobilien waren in Eudenbach zu verkaufen – ein Indiz dafür, dass ich in immer ländlichere Strukturen eindrang. Ein erneuter Anstieg, der bequem zu bewältigen war, eine langgezogene Linkskurve, ich tauchte in dichten Mischwald ein.

„Willkommen in Rheinland-Pfalz“ begrüßte mich auf dem Schild eine Familie mit offenen Armen. Ab hier lernte ich Neues kennen – den Westerwald. Es war kurze Stippvisite von etwa 10 km, bis ich wieder nach NRW zurückkehrte. Der Westerwald – auf diesem Höhenzug entfaltete er nicht dieses rassige Temperament, das ich von der Eifel kannte. Der Höhenzug buckelte sich gemächlich, leicht und behände bewegte ich mich über die Hügel. Ich radelte an merkwürdig klingenden Ortsnamen vorbei: Muß, Diepenseifen, Oberelles, Krummenast, dabei dachte ich an Harry Potter, eine fremde Welt aus Fabelwesen, Zauberern oder Hexerei. Nicht irreal, sondern stabil schraubte sich in diese Landschaft der weiße Kirchturm von Buchholz hinein, der die Weite der Landschaft überstrahlte.

Der Anstieg zur B8 war etwas heftiger, dann stürzte die Straße ins Tal Richtung Eitorf hinab. Die Kurve drehte sich immer enger ins Tal, ich musste höllisch aufs Tempo achten, ich bremste ab und schoß immer noch den Berg hinunter. In diesem Moment höchster Konzentration erlebte ich etwas, das mich den Atem anhalten ließ. Die Kurve drehte sich in die andere Richtung zurück, und mit diesem irren Tempo von mehr wie 50 km/h war ich mir ständig der Gefahren bewusst, diese Geschwindigkeit noch kontrollieren zu können.

Es war wie ein Geschoß. Hinter mir kommend, heulten Motoren auf, der Lärm zischte über die Straße hinweg. Wie im Tiefflug, überholten mich zwei Motorradfahrer. Sie neigten sich so tief, dass sie in der Kurve fast den Boden berührten, und sie waren so schnell wieder verschwunden, dass ich sie kaum gesehen hatte. Das waren Wahnsinnige ! Und das war kein Einzelfall: in Mittelgebirgsregionen waren mir des öfteren solche lebensmüden Motorradfahrer begegnet, die kurvenreiche Straßen mit dem Nürburgring oder anderen Rennstrecken verwechselten. Lieber klebten sie am nächsten Baum als dass sie gesund und wohlbehalten zu Hause ankommen wollten.

Die Motorradfahrer hatten die Idylle empfindlich gestört, denn die Abfahrt nach Eitorf ins Siegtal war traumhaft schön. Kurven schlängelten sich ins Tal hinab, ich brauchte kaum zu treten, der Wald spannte ein Dach über die Straße und spendete angenehmen Schatten.

Pause in Eitorf. Eitorf war eigentlich kein Ziel für eine Radtour, denn es gab dort nichts nennenswertes zu sehen. Der Ort verschwand in seiner Ausdruckslosigkeit. Der Marktplatz war mit Zweckbauten hastig dahin geklatscht, es gab keine gewachsene, alte Substanz. Und heute kam dazu, dass das einzige Lokal am Marktplatz – das sogar Biker herzlich willkommen hieß – geschlossen war. Ausdruckslosigkeit und Perspektivlosigkeit – das war das Bild, das Eitorf in der Arbeitslosenstatistik abgab, denn Eitorf war so etwas wie die Armenregion des Rhein-Sieg-Kreises. Schoeller Wolle – ein alteingesessenes Unternehmen aus dem 19. JH hatte in den 90er Jahren Konkurs angemeldet. In den 2000er Jahren folgte BOGE. Der größte Arbeitgeber wurde aufgekauft und die Stoßdämpferproduktion schrumpfte bis auf einen mickrigen Rest zusammen.

Wohin ? Ich beschloss, das Siegtal ein Stück weiter zu fahren. Da ich mit Imbißbuden keine schlechten Erfahrungen gesammelt hatte, legte ich dort eine Pause ein. Beschaulich war dieser Standort überhaupt nicht, denn Autos brausten ständig auf der Hauptstraße vorbei, und die Bahnlinie war nur einen Steinwurf entfernt.

„Haben Sie Weizenbier ?“
„Nein.“
„Etwas anderes leckeres kühles ?“
„Bitburger.“
„Her damit …“

An dem Stehtisch machte ich es mir gemütlich. Ich goß die 0,33 l-Flasche ins Glas. Die Dame von der Imbißbude hatte Recht, denn das Bier war optimal gekühlt. Ich trank einen ausgiebigen Schluck, das erfrischende und prickelnde Gefühl wirkte nachhaltig, ich fühlte mich wie neu geboren. Mit drei Flaschen kühlte ich meinen Körper bei dem warmen Sommerwetter von innen. Irgendwann nahm ich all den Lärm und all den Autoverkehr gar nicht mehr wahr.

Die Pause und das Bier weckten neue Kräfte in mir. In einem Stück strampelte ich bis zu Hause durch. 70 Kilometer hatte ich geschafft. Und ich hätte noch etliche Kilometer dran hängen können.

Dienstag, 29. Mai 2012

ESC

No Go – dieser Begriff, mit dem Beate meinen Blog zum Phantasialand kommentiert hatte, traf den Kern: meiden, sich fernhalten, nicht hinsehen. Für den ESC habe ich mich nie interessiert – was angesichts meiner musikalischen Vorlieben, die ich in meinem Blog zum Ausdruck bringe, folgerichtig ist.

No Go – diesem seichten Gedudele, das in diesem europaweiten Showzirkus daher plätschert, habe ich längst eine Absage erteilt. 1974: Abba entzündete mit Waterloo vielleicht noch eine bahnbrechende Wirkung, denn Abba wurde danach weltberühmt und landete einen Hit nach dem anderen. Melodie, Rhythmus und Eingängigkeit konnte man Abba jedenfalls nicht absprechen. 1976 herrschte bei mir blankes Entsetzen, als Brotherhood of Man mit „Kisses for me“ den ESC gewann. Das war zum Weghören, ein unterirdisches Niveau an Plattheit. Mir ist es bis heute ein Rätsel, dass solche Platten überhaupt verkauft wurden. 1982 wurde dann zum Horror-Trip: die Saarländerin Nicole gewann mit  „Ein bisschen Frieden“ den ESC, und seitdem schmeiße ich sämtliche ESC-Interpreten in denselben Topf wie Helene Fischer oder Andrea Berg.

Als Lena Meyer-Landruth vor zwei Jahren den ESC gewann, bewegte sie sich nach Jahrzehnten ein Stückchen oberhalb dieses unterirdischen Niveaus. Klar, sie punktete auch mit ihrem Aussehen, und Stefan Raab hievte sie mit seiner Geldmaschine so ins internationale Geschäft hinein, dass er wohl selbst auch kräftig mit dran verdiente. „Satellite“ klang frisch, jung und nicht so abgestanden wie die übrigen Eintagsfliegen auf dem großen Parkett des ESC. Am Rande registrierte ich sogar zufrieden, dass Lena mit „Bert, oh Bert“ die Sesamstraße aufmischte. Ernie war mit Bert beim Apfelpflücken verabredet, doch Bert war verschwunden. Anstatt dessen tauchte Lena auf. „Bert, oh Bert“, diese Variation von „Satellite“ singend, suchte sie Bert, bis er aus dem Nichts auftauchte.


Grillend und bei einem Faß Kölsch den Abend mit Freunden verbringend, verschwendete ich in diesem Jahr keinen Gedanken an den ESC. Zumindest am Samstag Abend nicht. Die Tage zuvor war dies einiges schwieriger. Beim Radio-Hören konnte ich dem kaum entkommen, wobei ich eine scharfe Trennlinie zwischen WDR2 und SWR1 feststellen musste. Während Roman Lob in WDR2 ungefähr so wichtig war die Brutsaison der Schellenente auf Rügen, nahm in SWR1 die Vorfreude auf seinen Auftritt in Baku kein Ende. Ich hätte nie vermutet, dass Rheinland-Pfälzer ein solches Gemeinschaftsgefühl entwickeln konnten. Sonst hatte ich dies nur vom 1. FC Kaiserslautern in Erinnerung – nun war es Roman Lob. Neustadt an der Wied – in verschiedensten Facetten wurde seine Heimat beschrieben. Neustadt an der Wied – das war nicht einmal so weit von NRW entfernt, in einem Zeitfenster von etwa fünf Stunden hätte ich locker dorthin eine Rennradtour machen können. Roman Lob hätte mich sicherlich nicht interessiert, eher das Wiedbachtal – das wirklich sehenswert war – oder ein 10%iger Anstieg über den Westerwald nach Linz.

„I’m standing still“, der Refrain bewegte mich nicht wirklich, in SWR1 blockierte dieses Stück regelrecht die Sendezeiten. Ich musste dieses Stück über mich ergehen lassen und ich lernte, was ein Ohrwurm ist. Dieser schlappe Refrain zum Einschlafen, irgendwann summte ich ihn mit, und ich ertappte mich, dass ich ihn selbst beim Spülen oder Rasenmähen vor mir her summte. Solch ein Ohrwurmpotenzial ! Da musste doch eine gute Platzierung in Baku drin sein ?

Mit Freunden einige kühle Kölsch genießend, ersparte ich es mir, meine Gehörzellen beim ESC zu strapazieren. Auf all die herum hüpfenden und herum hampelenden Gestalten durfte ich verzichten. Ebenso auf herausgeputzte Schönheiten, auf barbiepuppenhafte Kleider und Frisuren, die eigentlich in eine Kunstausstellung hinein gehört hätten. Meine Augen bewahrten den Durchblick: sie wurden von keinerlei Lichteffekten geblendet, die sich wasserfallartig über die Bühne ergossen und mitunter von Nebelschwaden auseinander gerissen wurden.

Aus den Schlagzeilen der Bild-Zeitung erfuhr ich am nächsten Tag das Ergebnis: „I’m standing still“ hatte den achten Platz belegt. Ein achtbares Ergebnis. Den Song des Gewinners aus Schweden habe ich mir bis heute noch nicht angehört. Ihn hätte ich ohnehin schnell in die Schublade des Vergessens einsortiert.

Wochenrückblick #21

Sommerwetter (1)
In der letzten Woche sind die Temperaturen immer mehr angestiegen, so dass es sommerlich warm geworden ist – bis an die 30 Grad-Marke. Mitte der Woche war es in der Köln-Bonner Bucht – verursacht durch die petrochemische Industrie - bereits so drückend, dass es unangenehm war. Die Bewegungen fallen dann schwerer, ich schwitze sehr viel. Mit den sommerlichen Temperaturen schlägt der Alltag in einem anderen Rhythmus. Das Leben verlagert sich nach draußen, in den Parks, Straßencafés und Biergärten ist jede Menge los. Zu Hause verbringen wir auch einen großen Teil draußen, im Garten, auf unserer Terrasse oder im Wintergarten. Und selbst bei den drückenden Temperaturen bekommt das Lebensgefühl eine neue Dimension: aus dem Kühlschrank schmeckt ein Weizenbier optimal. Abends können es auch schon mal zwei oder drei werden. Prost !

Sommerwetter (2)
Im April oder Mai ist es schon quasi zur Tradition geworden, dass wir mit ein paar Freunden grillen. Dabei sind wir nicht der Spezies der Grillfetischisten zuzuordnen – unsere Nachbarn grillen ungefähr jedes Wochenende. Letzten Samstag hatten wir unser erstes Grillen in diesem Jahr geplant. Zusätzlich hatte meine Frau in der letzten Woche mit einigen Bekannten einen bunten Abend besucht, wovon sie zwei Ehepaare zusätzlich zum Grillen einlud. So fanden sich spontan insgesamt 17 Personen zum Grillen zusammen – davon vier Kinder, die mächtig Spaß miteinander hatten. Bei LIDL hatte ich noch einen neuen Grill für 25 € gekauft, denn unser alter Grill war Schrott. Der neue Grill erwies sich als leistungsfähig – die Grillkohle erzeugte jede Menge Glut, die mit der Ausdauer eines Langstreckenläufers glühte und Fleisch und Würstchen in einen optimalen Garzustand versetzte. Das Grillen war ein schönes gemeinsames Erlebnis. Ein Fass Kölsch hatte ich noch besorgt, welches bei den warmen Außentemperaturen mit seinem erfrischenden Geschmack dieses Erlebnis abrundete.

Behindertenwohnheim
Dass mein geistig behinderter Schwager Udo in seinem Behindertenwohnheim wohnt, darüber hatte ich in mehreren Blogs berichtet. Dies ist ursprünglich auf seine eigene Initiative zurückzuführen, denn er wollte dort unbedingt einziehen und von zu Hause weg. Dauernd haben wir damit zu kämpfen, dass niemand mit uns redet und dass wir Informationen hinter her rennen müssen. Udo erzählt nur spärlich und bruchstückhaft, was im Wohnheim geschieht. Zudem ist er kaum noch in der Lage, sich richtig zu artikulieren. Das Wohnheim redet auch nicht mit uns. So müssen wir mühsam rekonstruieren, was wirklich los ist.
(1)   Udo rief uns zuletzt an. Eine Betreuerin vom Wohnheim sei mit ihm bei der Hals-Nasen-Ohren-Ärztin gewesen. Er habe einen Knoten im Rachen. Er müsse Antibiotika nehmen. Der Knoten sei im Krankenhaus geröntgt worden. Er habe einen neuen Termin bei der Hals-Nasen-Ohren-Ärztin. Wir haben dazu unsere Tochter um Rat gefragt, die Medizin im zweiten Semester studiert. Beides sei kompletter Blödsinn, sowohl dass eine Knotenbildung durch Antibiotika eingedämmt werden kann wie dass man durch Röntgen in das Innere des Knotens hineinsehen kann. Udos Vater war daraufhin im Wohnheim. Seine zuständige Betreuerin war nicht anwesend. Es war allerdings ein Protokoll gefertigt worden, in dem immerhin dokumentiert wurde, dass die Lunge im Krankenhaus geröntgt worden war – die Knotenbildung hatte sich nicht auf die Atmung und die Lunge ausgewirkt. Über den restlichen medizinischen Befund konnte uns niemand aufklären. Knotenbildung – da sind durchaus schlimme Szenarien denkbar.
(2)   Nächsten Samstag ist im Behindertenwohnheim Sommerfest, und das Wohnheim hat entschieden, dass Udo beim Aufbauen mithilft. Dazu soll er in der nächsten Woche Urlaub nehmen. Udo hat aber zwei Urlaube eingeplant – den ersten mit Bewohnern des Behindertenwohnheims in die Türkei und den zweiten mit uns an den Bodensee – beide Urlaube dauern vierzehn Tage. Zehn Tage Urlaub hat er noch – davon sind die 14 Tage Türkei-Urlaub abgezogen. Das passt überhaupt nicht mehr, zumal in seiner Behindertenwerkstatt zwischen Weihnachten und Neujahr geschlossen ist und er dafür weiteren Urlaub benötigt. Notfalls muss er zu Hause bleiben, wenn weder er noch das Behindertenwohnheim in der Lage sind, mit uns zu reden …

Einkommensteuererklärung
Rund zwei Monate habe ich gebraucht, um unsere Steuererklärung fertig zu stellen. Wie man anhand des Zeitraums erkennen kann, ist dies durchaus eine zeitfressende Angelegenheit. Bis ich all die Belege zusammen habe – Werbungskosten, Versicherungen, Krankenkasse, Kindergartenbeiträge, Steueridentikationsnummern für die Kinder, Spendenbescheinigungen usw. – das dauert längere Zeit. Mit all den Formularen und den Anlagen ist dies ein ziemlicher Papierkrieg. Dieses dicke Paket von Formularen und Belegen habe ich in der letzten Woche beim Finanzamt abgegeben. Dies ist nun das dritte Jahr, in dem ich meine Steuererklärung persönlich beim Finanzamt abgebe. Damit habe ich durchweg positive Erfahrungen gemacht. In unserem Finanzamt gibt es so eine Art Bürgerbüro, in dem sich die Finanzbeamten um alle Angelegenheiten ihrer Steuerzahler kümmern. Die Finanzbeamten sind nett, kundenfreundlich, sie helfen, wo sie können. Rückfragen – die auch diesmal spärlich ausfielen – konnten im direkten Gespräch geklärt werden. In den letzten beiden Jahren hat es ca. 10-14 Tage gedauert, bis ich den Steuerbescheid erhalten habe. Ich hoffe, dass auch in diesem Jahr die Steuererstattung ähnlich üppig ausfallen wird wie in den letzten Jahren.

Song der Woche
Achtung ! Sensible Naturen bitte nicht in dieses Stück hineinhören. Laut und heftig und aggressiv geht es zur Sache. Ende der 70er Jahre spitzte sich mit AC/DC, Judas Priest, Accept oder Iron Maiden der Hard-Rock-Spound zu und wurde noch schreiender und aggessiver. Diese Gruppen hörte ich weniger, weil sie mir bereits zu aggressiv waren. Dieser Hard-Rock-Stil klang für mich eher wie undifferenziertes, maßloses Geschrei, der Gitarrenstil erinnerte mich eher an einen Presslufthammer auf einer Baustelle. Anstatt dessen bevorzugte ich Gruppen wie UFO oder die Scorpions, die etwas melodischer waren und ihren Stil auch variieren konnten zwischen laut und leise, schreiend und zurückhaltend, die Gitarren-Soli fügten sich bei diesen Gruppen stärker in die Melodie ein. Über Radio Caroline und Planet Rock war ich zuletzt doch auf Iron Maiden aufmerksam geworden. Es gibt durchaus Stücke, bei denen eine Melodie und führende Gitarrenklänge herauszuhören sind. „Hallowed be thy Name“ wird von einem Gitarren-Riff vorangetrieben, das an gute alte Led Zeppelin-Zeiten erinnert (aber nicht geklaut ist). Ruhig und schleppend beginnt das Stück, dann setzt die Lautstärke des Hard-Rock-Stils ein, in der Mitte des Stücks wird das Tempo herausgenommen, und diese geniale Gitarren-Riff hämmert dann bis zum Schluß ein Gitarren-Solo nach dem anderen rein. Klasse !